Dubai: Tourismus und Kommerz

Dank einer unerwarteten Einladung, durfte ich im März 2009 Dubai kennen lernen. Die Incentive Reise von sparhandy.de führte mich, in einer Reisegruppe von 20 Personen, für einen 3-Tages-Trip in die angesagteste Stadt der Vereinigten Arabischen Emirate (UAE). Unsere Reisegruppe erreichte früh am Morgen den Dubai International Airport. Der Einreisestempel im Reisepass und die Ausgabe des Gepäcks konnte schnell erledigt werden. Zur Flughafen Rushhour soll es jedoch schon einmal etwas länger dauern, insbesondere wenn der Schalterbeamte ein Telefonat auf seinem Handy erhält, welches vermutlich privater Natur ist. Während des Bustransfers zum Hotel konnte ich erste Eindrücke von Dubai aufnehmen. Der mangelnde Schlaf auf der Anreise ist schnell vergessen und die Kamera im Anschlag. Im vorbeifahren sehe ich die ersten Skyscraper der Sheik Zayed Road und im leicht sandstaubigen Dunst ist der Burj Dubai (höchstes Gebäude weltweit mit ca. 818 Metern) kurz darauf zu erkennen. Ein noch bekannteres Gebäude taucht kurz darauf im Blickfeld auf, das Burj al Arab. Außerdem fällt der Charakter der ?freundlichsten Großbaustelle der Welt? immer wieder ins Auge. Baukräne in ungezählter Anzahl, Baustellenzäune und im Bau befindliche Hochhäuser wie auch flachere Bauten vermitteln den Eindruck einer riesigen Baustelle. Während der weiteren Fahrt kommt ?es? dann in Sicht: das auf Palm Jumeirah gelegenen Hotel Atlantis Dubai. Der Bus erreicht den Hotelbereich nach einer letzten Tunneldurchfahrt und die aufmerksamen Hotelpagen übernehmen das Ausladen des Gepäcks. Unserer Gruppe bleibt nichts anderes übrig als den Hotelanblick und auch die angenehmen Temperaturen zu genießen. Die nächste Überraschung erwartet mich in der Hotel-Lobby. Die Mitte des Saales ziert ein Brunnen mit einer Glas Skulptur, die den Sonnenaufgang symbolisiert. Das Kunstwerk ist aus unendlich vielen farbigen Glasröhren hergestellt und verändert je nach Lichteinfall ihre Leuchtkraft (Kostenpunkt 11 Mio. Euro). Nach dem Einchecken erreiche ich mein Zimmer in der 3. Etage im West Tower. Ab der 6. Etage werden die Zimmer übrigens teurer, da der Ausblick dann noch luxuriöser ist. Aber wer will hier klagen? Das Zimmer hat eine angenehme Größe mit einem attraktiven Badbereich. Mir gefällt die 1,5 m² große Dusche besonders, andere werden vielleicht die Badewanne mit möglichem Blick auf den Balkon oder den Fernseher bevorzugen. Schnell ist der Koffer ausgepackt und das Frühstück im Ground Floor im Saffron gibt uns die erforderliche Energie für den weiteren Tag. Apropos Frühstück, hier kann ein äußerst umfangreiches Frühstück genossen werden. Neben den üblichen 5 Sterne Darreichungen fällt zusätzlich ein Schokoladen Brunnen mit Früchten und Marshmallows am Stiel auf. Auch der Service verdient Bestnoten für zurückhaltende, höchste Aufmerksamkeit. Leider geht das Frühstück viel zu schnell zu Ende, der Zeitplan ruft. Ohne das nächste Ziel zu kennen, sitze ich wieder im Bus und muss tatsächlich mit dem Schlafmangel der Anreise kämpfen. Den anderen Reiseteilnehmern geht es ähnlich. Wieder führt die Fahrt an den bekannten Gebäuden vorbei, bis der Bus an einer Mall anhält. Auffällig ist die ?Toys?r?us? Werbetafel, doch unsere Gruppe wird weiter durch die kleine Mall geführt und es geht auch an der kleinen Marina vorbei. Als ich dann den Hubschrauber Landplatz mit startbereitem EC-130 Eurocopter sehe, ist die Müdigkeit schlagartig verflogen. Eine dreißig minütiger Rundflug steht uns bevor. In fünfer oder sechser Gruppen werden wir aufgeteilt und die Vorfreude ist riesig, als ich in den zweiten, inzwischen angekommenen, Helikopter einsteigen darf. Die Aussicht, die sich mir bietet ist grandios. Zunächst fallen die Baustellen auf, dann geht es raus zum Bauprojekt ?The World?. Derzeit ist der Weiterbau an dieser künstlichen Landaufschüttung gestoppt, Die Finanzkrise geht auch an Dubai nicht spurlos vorbei. Der Flug geht weiter nach ?The Palm Jumeirah?. Der Anblick auf unser Hotel Atlantis mit dem 17 Hektar großen Wasser Funpark Aquaventure vermittelt erst richtig den Eindruck von der Größe der Hotelanlage. Der weitere Flug führt uns wieder zum Burj Dubai. Das Gebäude ist höher als unsere Flughöhe von geschätzten 700 Metern. Andächtig lausche ich den Ansagen des Piloten, während mir immer wieder die Kinnlade vor Erstaunen herunter fällt.   Leider geht auch dieser 30 Minuten Flug viel zu schnell zu Ende. Die Aus- und Anblicke während des Fluges bleiben jedoch lange in Erinnerung und zur Auffrischung gibt es ja noch die geschossenen Fotos. Nach so viel Aufregung wird der nächste Programmpunkt etwas beschaulicher. Die Reisegruppe kann auf der folgenden Busfahrt in die Innenstadt die gewonnen Erlebnisse austauschen. Hier ist der fußläufig erreichbare Spice Souk und der Gold Souk auf der Deira Seite des Dubai Creek das Ziel. Während der Mittagszeit ist jedoch fast kein Geschäft geöffnet und wir verbringen weitere 30 Minuten auf einer kleinen Rundfahrt auf dem Dubai Creek. Mit zwei traditionellen Abras schippern wir gemütlich erst ins Landesinnere und dann wieder zurück. Die Fahrt geht am alten Regierungspalast vorbei, ich genieße die frische Brise auf dem Wasser. Allmählich ruft der Hunger und die Tour geht weiter zum Al Manzil Hotel. Wir entspannen bei einem vorzüglichen Mittagsbuffet und der Aussicht auf den Hotelpool. Das Hotel ist in unmittelbarer Nähe zur Dubai Shopping Mall gelegen und von den Terrassen aus ist der Burj Dubai wieder sichtbar. Trotz eines 35 mm Weitwinkels gelingt keine Aufnahme vom gesamten Gebäude. Das ?Teil? ist so was von hoch! Nach einem Cappuccino geht der Erlebnistrip weiter. Wir dürfen wieder zurück in das Hotel Atlantis. Die Zeit reicht gerade für einen kurzen Abstecher in das ?Aquaventure?. Ein Teil der Gruppe zieht es wie magisch angetrieben auf das Ziggurat. Das ist eine pyramidenartige Startrampe für verschiedene Wasserrutschen. Das besondere ist ?The Leap of Faith? mit seiner 27.5 Meter langen fast schon senkrechten Wasserrutsche in die Tiefe. Nur wer sich strikt an die Anweisungen hält kommt ohne Blessuren unten an. Kurz vor dem Start verlässt mich der Mut und ich entspanne lieber bei einer Fahrt im Schwimmreifen auf der 2,3 km langen Wasserkanal im Wasserpark. Auf dem Wasserkanal finden sich alle 20 Meter Lifeguards die zur Hilfestellung bereit stehen. Sollte ein Passagier in seinem Schwimmreifen mal zu langsam vorwärts kommen, hilft auch der Lifeguard als professioneller Anschubser. Das Abendmahl nehmen wir dann vornehm und exklusiv im Golf &Yachtclub von Dubai ein. Das Restaurant ?Boardwalk? verzaubert mit einem wunderbaren Ausblick auf das Wasser. Wir genießen ein 3-Gänge-Wahlmenü auf der Terrasse und unterhalten uns prächtig. Der Service ist erwartungsgemäß gut und auch die Weinempfehlungen treffen unseren Geschmack. Zur fortgeschrittenen Stunde bringt uns der Bus wieder zum Atlantis Hotel. Doch der Tag ist noch nicht zu Ende. Kurzes umziehen, im Hotel eignen Club Sanctuary gibt es noch ?etwas? Party. Beim ?Mobilfunk Affiliate Saft? (Vodka-Red Bull) und harten Beats werden einige wieder richtig wach. Etwas später gibt sich DJ Tom Novy  mit Percussion-Begleitung die Ehre und rockt das Haus. Etwas ruhiger geht es auf der Dachterasse zu. Einer der mitreisenden Gäste hatte im Laufe des Tages einen T-Shirtspruch gefunden, der den Gefühlszustand der zahlreichen Singlemänner bestens dokumentiert: No Money, no Honey. Bei einer Frauen-Männer Quote in Dubai von 3:1 ist der Spruch gut nach vollziehbar. Mich treibt es dann aber doch in das Hotelzimmer um etwas Schlaf zu finden. Der nächste Tag startet wieder mit einem herrlichen Frühstück. Als Einzelpreis werden hierfür übrigens 140 Dirham = 30 Euro aufgerufen. Alle abendlichen Partygäste schaffen leider nicht den Weg zum Frühstück. Auch die Weiterfahrt zum nächsten Highlight erfolgt nicht mehr ganz komplett. Der Bus bringt uns zum Hotel Kempinski in der ?Mall of the Emirates?. Doch nicht das Hotel ist das Ziel sondern vielmehr das Dubai Skiresort. Mit Begeisterung nutzen wir die Leihausrüstung und begeben uns auf die Piste, je nach Grad des skifahrerischen Könnens. Die deutschen Skihallen von Bottrop und Neuss habe ich schon kennen lernen dürfen, doch hier in Dubai hat die Skihalle einen nicht erwarteten Reiz. Es ist erstaunlich steil, zumindest für eine Skihalle, und die Piste führt in einem Bogen nach unten. Dadurch kann man beim Start noch nicht das Ziel sehen und genießt die Fahr besser. Die Abfahrtslänge beträgt immerhin 400 Meter. Nach ein paar Abfahrten wird es mir dann etwas kühl und ich beschließe das Skiabenteuer zu beenden. Die nächsten 1,5 Stunden verbringe ich in der ?Mall of the Emirates?, einer mittelgroßen Shoppingmall. Die bekannten Marken findet man alle in den 1a Lagen, etwas weniger bekannte Lables haben einen Shop in den oberen Etagen. Besonders gut besucht ist ein Lebensmittler und der Cafe/Gastrobereich. Die Markenshops präsentieren mit viel Platz eine übersichtliche Auswahl. Die Kundenfrequenz ist sehr niedrig. Meistes ist mehr Personal als Kundschaft in den Verkaufsräumen. Es hat sich wahrscheinlich schon herum gesprochen, dass das Preisniveau nicht sonderlich günstiger ist als in Europa. Ein Schnäppchen gelingt allenfalls noch bei den Elektroartikeln. Bei einem späteren Gespräch mit unserem Reiseleiter wurden mir die niedrigen Verkaufszahlen bestätigt. Bei einem so großen Angebot von Shoppingmalls wie die Dubai Mall, Jumeirah Plaza, Century Mall, Burjuman Center, Sahara Shopping Mall, Town Centre Mall und, und, und, ist es in meinen Augen nicht verwunderlich, dass die Verkäufe nicht den hohen Erwartungen entsprechen. Da helfen auch die ca. 1,5 Millionen Einwohner von Dubai nicht. Es gibt faktisch ein Überangebot und das Preisniveau reizt nicht zum Einkauf. Mein Shoppingerlebnis startete am Flughafen in der Dubai Duty Free Zone, übrigens der größte Duty Free Shop weltweit. Die mittägliche Essensversorgung fand im Sezzam Restaurant, gleichfalls in der Mall of the Emirates, statt. Ein Buffet mit internationalen Gerichten stillte unseren Appetit. Doch der Terminplan sah eine weitere Attraktion vor. Vor der Mall warteten bereits die Jeeps, die uns zu einem Wüstenausflug mitnahmen. Nach ca. 45 minütiger Fahrzeit bogen die Jeeps von der Straße ab und es wurde erstmal der Luftdruck der Reifen deutlich gesenkt. Dann ging die Fahrt los. Auf dem vorderen Beifahrersitz gelang es mir die Fahrt weitgehend zu genießen. Die Unvorhersehbarkeit der Fahrtrichtung nach dem Überqueren einer Sanddüne bereitete viel Vergnügen, jedoch nicht auf allen Fahrgastplätzen im Fahrzeug. Die hinteren Plätze mussten leiden und es gab sogar Teilnehmer die sich das Mittagsessen noch mal durch den Kopf gehen lassen mussten, trotz einer kurzen Erholungspause im warmen Wüstensand. Das anschließende Zusammensein in einem beduinenartigen Kamp gestaltete sich wieder sehr entspannt. Arabisches Essen und ein Belly-Dance (Bauchtanz) verschönerten den Aufenthalt. Den abschließenden Chill Out Drink (Affiliate-Saft) durften wir wieder in Dubai Stadt einnehmen. In der Rooftop Bar im Hotel  One&Only Mirage konnte der lange Tag zum Ausklang gebracht werden. Um 3 Uhr ist in Dubai dann Sperrstunde und gerüchteweise soll sich das Barpersonal wohl noch lange an den Besuch der Sparhandy.de und Mobook Affilates erinnern. Der nächste Tag stand unter dem Zeichen der Abreise. Nicht alle Teilnehmer konnten pünktlich zum Abfahrttermin erscheinen und einige brauchen wohl auch etwas Erholung vom ?Urlaub in Dubai?. Der gesamte Trip wurde von White Label Events geplant und zur vollsten Zufriedenheit der Teilnehmer betreut. Vielen Dank an alle beteiligten Personen, die Zeit werde ich bestimmt nie vergessen. Fazit: Dubai ist eine Reise wert! Einen mehrwöchigen Urlaub kann ich mir jedoch nicht vorstellen. Neben den architektonischen und künstlichen Highlights und den riesigen Shoppingmalls mit derzeit bis zu 1.100 Shops darin, fehlt der kulturelle Aspekt eines Auslandaufenthalts. Bis Dubai die Pläne für kulturelle Angebote umgesetzt hat, wird sogar hier noch einige Zeit vergehen. Dubai ist somit das ideale Stopover Ziel für Fernreisen, wenn man Geld ausgeben möchte. Geschrieben von Thorsten B. aus Osnabrück
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