Iquitos ist mit mehr als 400.000 Einwohnern die größte Stadt in Peru. Sie liegt im tropischen Regenwaldgebiet und ist die Hauptstadt der Regionen Loreto und Maynas. Wegen ihrer Lage kann man Iquitos nur per Flugzeug oder mit dem Boot über den Amazonas erreichen. Iquitos liegt 125 km unterhalb des Zusammenflusses der Amazonas-Quellflüsse Rio Ucayali und Rio Maranon. Gegründet wurde Iquitos ursprünglich als Missionsstation der Jesuiten. Es war eine kleine Siedlung, die bis zum Ausbruch des Kautschukbooms überlebte. In den 30 Jahren nach 1870 entwickelte sich Iquitos zum Zentrum des Kautschukhandels und seiner Gewinnung. Man behandelte damals die hier lebenden Indios wie Sklaven, auf deren Kosten die Kautschukbarone reich wurden. Als die Briten Kautschukplantagen in Malaysia anlegten, war der Boom in Iquitos am Ende. Erst die Entdeckung von Erdöl in den Sechzigern machte Iquitos zu einer modernen Stadt. Der zunehmende Tourismus erhöhte die Zukunftsfähigkeit.
Von Iquitos aus können heute Touristen ausgedehnte Dschungeltouren unternehmen. Allerdings ist die Umgebung der Stadt weitgehend kommerzialisiert und echter Dschungel ist im Umkreis von fast 100 km nicht mehr zu erleben. Das Naturschutzgebiet Pacaya-Samiria ist eine wichtige Einnahmequelle für den Eco-Tourismus. Werner Herzog drehte hier 1981 seinen Film „Fitzcarraldo“ mit Klaus Kinski in der Hauptrolle.